Dieser Thermo-Etikettendrucker eignet sich insbesondere für Betriebe mit kleinem bis mittelgroßem Druckbedarf, speziell für den Druck von standardisierten Versandetiketten. Ist eine Druckroutine einmal eingerichtet, tut er seinen Dienst tadellos. Er druckt schnell, nicht laut und macht insgesamt den Eindruck von guter Qualität. Vorzüglich ist auch die Qualität der Ausdrucke: Gestochen scharf, nichts verschmiert oder ungenau, Ränder werden genau berücksichtigt, alles perfekt. Die Einrichtung war grundsätzlich problemlos.Kritikpunkte gibt‘s erst zum Editor. Hierzu ist Folgendes zu bemerken: Gemäß einer Meldung bevorzugt der eigene Online-Editor den Browser Chrome, er ist also nicht ganz plattformunabhängig, und dann möchte er auch noch lieber Bluetooth anstatt USB (siehe Foto), obwohl grundsätzlich auch Letzteres möglich ist. Nicht ganz optimal, wenn man den Büro-PC gerne ohne Bluetooth betreibt. Aber er funktioniert auch via USB und, wenn man will, mit andern Browsern.Alles mit Online-Tools (und mit dem Handy) zu erledigen, liegt zwar im Trend, dennoch bevorzuge ich zum Arbeiten nach wie vor den PC und Software, die ich bei mir installieren kann, inklusive Datensicherheit. Der Online-Editor ist nach meinem Eindruck noch nicht ganz ausgereift, von fehlenden Funktionalitäten bis zu Übersetzungsfehlern (siehe Foto), welche die Verständlichkeit bei der Bedienung erschweren. So habe ich beispielsweise nicht herausgefunden, wie ich die Rotation von Text numerisch bestimmen kann, nur manuell geht’s. Auch lässt sich die Seite bzw. das Etikett nicht quer ausrichten, ich muss also den Text drehen. Auch die Auswahl der Schriftarten verläuft noch nicht optimal.Solche Feinheiten spielen eine Rolle, sobald man selbst eine Etikette gestalten will. Für das Einfügen von Bildern muss man sich registrieren. Zwar ist mit dem bestehenden Repertoire des Editors schon einiges machbar, bis hin zur Erstellung von Barcodes und QR-Codes. Aber es gibt noch Verbesserungsbedarf. Auf die „3.500 Designelemente“ etc. – reine Spielereien, die keiner braucht – könnte man hingegen gut verzichten.Wer seine Etiketten, sofern sie nicht direkt von Versanddienstleistern stammen, in einem eigenen Programm gestaltet, umgeht die Beschränkungen des Editors und ist frei, perfekte Etiketten im PDF-Format zu drucken. Das englische User Manual ist kurz und eher dürftig, mit einigen Links zu „Video Tutorials“; aber Antworten auf für mich wichtige Fragen muss man anderswo suchen. Beispielsweise: Mit welchen Dateiformaten kann der Drucker umgehen, abgesehen von PDF? Selbst im Online Help Center von Munbyn ist es schwierig, darauf eine Antwort zu finden. Wer deutsch bevorzugt, findet einen QR-Code mit Link zu einem Benutzerhandbuch. Daneben bietet der Hersteller verschiedene Supportkanäle.Was bei diesem Drucker fehlt, ist ein Rollenhalter. Kein Problem, wenn man einfach einen Stapel gefalzter Etiketten dahinter legt. Natürlich bietet der Hersteller auch spezielle Vorrichtungen an, die Rollen halten und Stapel aufnehmen. Zu bedenken ist, dass Falzetiketten bei Drittherstellern tendenziell etwas teurer sind als Rollen.Ich bin zuversichtlich, dass dieser Drucker seinen Dienst über einen langen Zeitraum erfüllen wird. Mit Softwareupdates und einem verbesserten Manual könnten die letzten Schwachstellen behoben werden. Schon jetzt handelt es sich um einen guten Drucker, der sich für den professionellen Einsatz anbietet.